Die Vorfasnachtssaison 2020 ist bereits Geschichte. Ein guter Grund für den Chronisten die Geschehnisse Revue passieren zu lassen und mit ein paar Anekdoten der Gedächtnisse der Gosler auf die Sprünge zu helfen. Im letzten Teil befasst sich der Schreiberling mit dem Schneetag im Sörenberg sowie den Auftritten in Buttisholz und Willisau.

 

Gründung von „Radio Eurobus“ ist beschlossene Sache, Konzession fehlt noch
Im letzten Wochenende vor den schönsten Tagen im Jahr, ging es für die Oberkircher Dorfmusikanten nicht wie zuerst angenommen in Wallis, sondern nach Sörenberg (Der Chronist berichtete). Am frühen Morgen trafen sich die Sooregosler Oberkirch, nachdem sie am Vorabend noch eifrig den Aufbau der zwei bevorstehenden Anlässe begannen, in der ZSA. Das Schminkteam leistete erneut tadellose Arbeit und Ganze ging sehr speditiv voran. Ein paar wenige Gosler nutzten die freie Zeit nach dem Schminken und der Abfahrt um noch ein bisschen zu schlafen. Besonders Wildis Arno, seines Zeichens Kassier der Gosler, nutzte die Zeit intensiv und holte einen Teil des verpassten Schlafs nach. Abrupt wurde der gute Arno aus dem Schlaf gerissen, denn der Reisecar war zugegen. In der Fahrt nach Sörenberg bewiesen sich die Erstalis (alle ausser Frau Eggerschwiler) traditionellerweise in der Kunst des Singgesangs. Hierbei brillierte vor allem Rekrut Leutwyler und Spitzmaus Brunner während Brechbühls Franziska eher als Totalausfall zu bezeichnen war (Sie kannte beinahe keinen Text). Trotzdem meisterten die Erstalis die Aufgabe mit Bravour. Jetzt müssen sie nur noch getauft werden, was dann in S-Chötz passieren wird (Der Chronist freut sich schon…). Im Sörenberg angekommen, stiegen die Gosler sogleich mitsamt den Instrumenten in die Gondel, welche sie zur Rossweid brachte. Wenig später spielen die Oberkircher ein erstes Mal auf. Nach dem Auftritt genossen die Gosler das Prachtswetter und verpflegten sich, jassten oder tranken Kafi-Zwetsche. Beim zweiten Auftritt, bevor es wieder ins Tal ging, waren dann auch ein paar Gosler-Freunde zugegen, die das musikalische „Können“ der Gosler bewundern konnten. Der letzte Auftritt beim Schneetag 2020 war dann im, oder besser gesagt vor dem Tschudi-Hui. Die Gosler…spielten dort. Sonst gibt’s nicht viel zu sagen. Eine Erleuchtung hatten, nach dem Auftritt die beiden Gosler-Veteranen Kunze und Pascal: Die beiden Trunkenbolde bestellten kurzerhand, in der örtlichen Metzgerei eine Käse-Fleischplatte und stillten so ihren Hunger. Es dauerte danach nicht mehr lange bis der Eurobuschauffeur mit dem klingenden Namen Lukas die Gosler abholte. In einer geistigen Umnachtung gründete dann Pascal E. „Radio Eurobus“. Der „Tenor aus Teret“, der im letzten Jahr seine Karriere offiziell beendet hatte und dreifacher Gaagi-Preisträger übernahm das Mikrofon im Car. Professionell und kompetent moderierte er durch die Fahrt, nahm Songwünsche per Telefon entgegen und wusste das Publikum bestens zu unterhalten. Jetzt fehlt nur noch die Konzession, dann darf der Sender dann auch ausserhalb eines Eurobusses betrieben werden. Die Fahrt nach Buttisholz verging wie im Flug. Am Carneval spielten Gosler sogleich am Monster, ehe sie sich in den zahlreichen Barbetrieben des Carnevals vergnügten. Die Zeit war schon weit fortgeschritten, als die Gosler um 00:30 Uhr ihren letzten Auftritt hatten. Auf der Aussenbühne gaben die Vollblut-Musikanten nochmals alles und spielten, wieder so wie man es von ihnen gewohnt ist. Danach vertrieben sich die Oberkircher die restliche Zeit im Festzeltgelände, ehe fast alle den Weg nach Hause fanden.

Gründete "Radio Eurobus": Pascal E.

 

Seltener Anblick: Mändu 9.5 trinkt ein Cüpli
Am frühen Sonntagmorgen waren die Gosler bereits wieder in der ZSA anzutreffen um sich zu schminken. Die meisten zog es danach in die Bäckerei, wo die Musikanten sich reichlich verpflegten. Bei Knoblibrot und Kaffee wurde über die vergangenen Auftritte gefachsimpelt, bis der Car mit Chauffeur Diesel-Peter, sich gen Willisau begab. Insgesamt zweimal spielten die Gosler auf und begeisterten das proppenvolle Städtli Willisau. Im weitläufigen Gelände verteilten sich die Gosler grossflächig. Unter Ihnen auch der Gosler-Methusalem Mändu 9.5. Der Posaunist trank zum grossen Erstaunen der Anwesenden tatsächlich ein Cüpli. Liebe Leserschaft, das mag für Sie befremdlich klingen, ja gar normal erscheinen, wenn sich ein Mann ab und zu sich ein Cüpli gönnt, aber das ist es bei weitem nicht. Der, stets Bier trinkende Mändu 9.5, hatte noch kein Mensch bevor ein Cüpli trinken sehen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat der Chronist noch nicht in Erfahrung bringen können, warum es zu diesem historischen Ereignis kam, aber er wird in den kommenden Tagen Recherche betreiben um die Hintergründe dieser Tat zu verstehen und diese der Leserschaft mitzuteilen. Die Vorfasnacht endete offiziell in Willisau. Somit ist der Grundstein für die Fasnacht 2020 gelegt und Gosler können es kaum erwarten in die schönste Zeit des Jahres zu starten.

Der Beweis: Mändu 9.5 trinkt ein Cüpli