Über die Hälfte der Vorfasnacht ist bereits Geschichte. Ein guter Grund für den Chronisten die Geschehnisse Revue passieren zu lassen und mit ein paar Anekdoten der Gedächtnisse der Gosler auf die Sprünge zu helfen. In einem zweiten Teil befasst sich der Schreiberling mit den Auftritten in Rickenbach und Büron.

In der Vorfasnacht geht es meist Schlag auf Schlag.

So auch vor ein paar Tagen in Rickenbach. Nach dem die Oberkircher Vollblutmusikanten bereits St.Erhard und Schlierbach unsicher gemacht haben, ging es für die Gosler zu den Bogeteguuger aus Rickenbach. Um Ihnen, werte Leserschaft einen journalistischen Hochgenuss zu bieten, verzichtete der Chronist sogar auf jegliche Art von hopfigen Getränken. Sachen gibt’s…

Doch der Reihe nach: Der Chronist staunte nicht schlecht, als er die ZSA zum ersten Mal betrat. Einige der Gosler waren bereits in bester Feierlaune. Grund dafür wahr wohl der Besuch dieser Individuen an der Bahnhofguugete in Luzern. Es herrschte jedenfalls schon einmal eine ausgelassene Stimmung. Ganz aus dem Häuschen und voller Tatendrang war insbesondere Hubers Marco. Der Sprössling des Huber Franz konnte es kaum erwarten nach Rickenbach zu reisen und quasselte nur so drauf los. In Rickenbach wurden kurz nach der Ankunft der Gosler das Monsterkonzert gespielt, in welchem die Gosler mit den viel gelobten «Grinden» auftraten. Danach gesellten sich die Gosler unter die Gäste, der nächste Auftritt, gleichzeitig auch der letztes des Abends, fand ja erst um 02:00 Uhr statt und so blieb (zu) viel Zeit um sich gebührend auf den Auftritt «vorzubereiten». Während im Jasscup die Kellerkinder TT und «Kaffeestuben-Cervelatpromi-Troxler-Jost» (er wurde zwar durch den sehr sehr sehr guten Jasser und sehr sehr nüchternen Marco Huber ersetzt) wie gewohnt aufs Dach bekamen (diese Ketzer glauben nicht an den allmächtigen Jassgott), widmeten sich einige Gosler dem Gewinn des «Shötli-Pokals». Ein absolutes Highlight war der Auftritt des Alleinunterhalters im Kaffeezelt. Nein, diesmal ist nicht Emmeneggers Pascal gemeint, sondern Benny der sympathische Barde mit dem charmanten «Züri-Dialekt». Immer wieder heizte er der Meute mit grossen Hits ein. Sprichwort: Alperose, «MAAANEEEHH», «FRAUEE», «YEAH!», was für eine grossartige Stimmung in den Reihen der Gosler sorgte. Eindeutig ein wenig zu tief ins Glas schaute, der bereits oben erwähnte Huber Marco. Der Schlagchef mit dem Hang zur Selbstinszenierung, legte sich geschlagene zwei Stunden auf dem Boden nieder um wieder zu Kräften zu kommen. Schliesslich wurde es dennoch 02:00Uhr und die Gosler lieferten auch zur späten Stunde ab. Irgendwie schaffte es der «goldige Mocke» MT die Meute zum Spielen zu bewegen und dirigierte die Gosler souverän durch einen tollen Auftritt. Danach blieb nicht mehr viel Zeit übrig, sodass die Gosler langsam aber sicher auf den Heimweg machten, leider ohne Shötli-Pokal, dafür wieder mit einem standfesten Marco Huber.

In der Woche darauf ging es für die Gosler nach Büron. Die Borgruuger luden ein zum Jubi-Fäscht. Wiederum spielten die Gosler zuerst am Monster, ehe sie sich unter das zahlreich anwesende Partyvolk mischten. Anders als noch in Rickenbach blieb aber der Chronist nicht mehr nüchtern, was sich später böse rächen sollte. Die bereits gut gelaunten Gosler hatten, danach einen sehr angenehmen Auftritts-Slot (23:30 Uhr). Während im Jasscup historisches passierte (die Slalomkönige Pitschli und Pascal holten einen fast 1000-Punkte-Rückstand auf und gewannen gegen den «goldigen Mocken» MT und den Käserich), genossen die anderen Goslern die Festivitäten in voll Zügen. Dann war es soweit: Der Auftritt der SGO-Crew im Kaffeezelt. Die Vollblutmusiker spielten ihr bekanntes «Kafistuben-Medley» und wussten das Publikum zu begeistern. Beim Zurücklaufen zum Anhänger, rächte sich der Alkoholkonsum des Chronisten. In einem Moment der Unachtsamkeit stolperte der preisgekrönte Investigativjournalist samt Pauke und ging zu Boden. Ein paar blaue Flecken und eine ramponierte Pauke später, mischte sich der Chronist aber wieder unter die Gäste. Wie gewohnt gaben die Gosler auch in der Folge alles und feierten bis in die frühen Morgenstunden.